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"Retaliate" ist eine Scheibe, die sich, wenn man den Klängen so lauscht, schon locker in
einem Backkatalog eines Labels befinden müsste.Hateform heißen die Jungs, die aus dem
finnischen Turku stammen.Hateform spielen modernen Thrash Metal, der trotzdem
melodietechnisch ziemlich verspielt daher kommt und durch eine unbestreitbare
Eigenständigkeit verfügt.
In "Retaliate" haben Hateform es geschafft, knallhartes Riffing mit extrem verspielten
und schon gar progressiv daherkommenden Gitarrenparts zu paaren. Hinzu kommt noch Petri´s
Stimme, die mitunter an Pantera, Machine Head oder stellenweise auch meine persönliche
Lieblingsband worldESCAPE erinnern lässt und heraus kommt ebendieses Wahnsinnsteil. Man
fragt sich wirklich, warum diese Jungs mit DER Scheibe noch keinen Deal in der Tasche
haben ...
Kein Wunder also, dass "Retaliate" Demo des Monats bei Imperiumi, Finnland´s größter
Metal-Website) geworden ist. In allen Songs hört man aus der knallharten und melodischen
Frische und Unverbrauchtheit unmissverständlich heraus, dass die Jungs hungrig sind. Sie
sind hungrig danach, ihre Songs auf der Bühne zu spielen und sie wollen mehr ...
Okay, nun zu den fünf Songs im Einzelnen. Das Hammerteil namens "Retaliate" beginnt mit
"Intro – Retaliation". Hier kommen wir gleich von Beginn an in den vollen,
uneingeschränkten Genuss des musikalischen Spektrums der Jungs. Modern Thrash, wie er im
Buche steht. Der Schädel beginnt wie von selbst mit der Vor- und Zurückbewegung. Und
spätestens bei dem abgefahrenen Gitarrenpart dürfte auch dem Letzten klar sein, dass
alle Bandmitglieder an ihren Instrumenten absolute Profis sind. Geile Arbeit an allen
Instrumenten und den Gitarren im Speziellen.
"Chains" ist zunächst rein auf Thrash Metal fokussiert. Schön melodisch und schön
treibend und auch noch richtig fett. Ein richtig fettes Modern Thrash Metal-Stückchen,
bei welchem man seiner Matte richtig fein Frischluft verschaffen kann. Und ein geiles
Gitarrensolo gibt es dann auch noch obendrauf als Sahnehäubchen sozusagen. Das Stück
macht richtig Appetit auf mehr von Hateform.
Eingangs von "Sky Cries Blood" wird der Bass von Joni erstmal von der Leine gelassen.
Im weiteren Verlauf ist das mit von der Leine lassen wieder Programm, denn die Gitarren
bekommen hier trotz der immensen Härte verdammt viel Freilauf. Dieses Teil entpuppt sich
dann auch noch als Nackenmuskelkiller der herbsten Sorte … Mann, wenn Du dieses Riffing im Schädel hast, dann begleitet es Dich Dein Leben lang!
Hammerstarker Song, den ich nur zu gern mal live erleben würde!
"Until We Drown" ist ein waschechtes Geschoss, das es in sich hat. So was melodisch
Abgefahrenes und zur gleichen Zeit Hartes hab ich schon lange nicht mehr gehört. Dieses
traditionelle, aber ultrageile Gitarrensolo treibt mir echt Pipi in die Augen, weil es,
verpackt in dem insgesamt modernen Sound so dermaßen geil funktioniert. Da fehlen selbst
mir als Rezensentin die Worte.
Menno, schon das letzte Stück ... aber okay, ist ja auch ein Demo. Hier erinnert mich
Petri mit seinem Growling auch wieder sehr an Eric von den Trierern worldESCAPE, wie ich
oben bereits erwähnte. "Tongues Spitting Deception" ist das vielleicht am meisten
progressive Stück der Scheibe. Bei diesem Gitarrensolo leckt man sich so was von die
Finger, dass man schon mal zurückfaded, um ebendieses nochmal in seiner ganzen Pracht zu
genießen. Und dann geht´s sofort mit diesem genialen Growling und den harten
Songstrukturen weiter ... mann, ist das stark!!! Nach dem Ausfaden des Songs kommt man
noch in den Genuss einer kurzen finnischen Konversation ... Was da allerdings gesprochen
wird … sorry, ich kann leider kein Finnisch ...
Den Satz "Okay, ist ja auch ein Demo", den lassen Hateform allerdings mitnichten zu, wenn
es um die Produktion dieser Scheibe geht. "Retaliate" ist dermaßen gelungen produziert,
dass einem die Songs nur so vor den Latz knallen! Tiefe Verbeugung für Henri "Bungle"
Virsel für seine Arbeit in den Fantom Studios ... und für die Jungs natürlich auch, ist
ja ihre Mucke!
Fazit: Wahnsinn, was uns die Jungs aus Finnland hier präsentieren! Mit einer solchen
Leistung sollte es wirklich nicht mehr lange dauern, bis die Jungs einen amtlichen Deal
in der Tasche haben! Leistung muss belohnt werden, und daher bekommen die Jungs von mir
auch 9,5 Punkte! Ich für meinen Teil kann nicht anders und verneige mich ehrfurchtsvoll
vor dieser begnadeten Leistung der Finnen!
KIITOS, Hateform!
9,5/10
Dani Zechel-Heise
The Pit
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